Halbjahresabschluss 2026: Die Kantonalbanken setzen ihren stabilen Wachstumskurs fort
Die 24 Kantonalbanken steigern ihren kumulierten Geschäftsertrag im ersten Halbjahr 2026 um 5,0 Prozent auf 6,1 Milliarden Franken. Der Geschäftserfolg nimmt um 10,1 Prozent zu. Der kumulierte Semestergewinn erreicht 2,3 Milliarden Franken und liegt damit 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Kundengeschäft sowie die weitere Diversifikation der Erträge stützen die positive Entwicklung.
Das erste Halbjahr 2026 war von einem anhaltend tiefen Zinsniveau, geopolitischen Unsicherheiten und volatilen Finanzmärkten geprägt. In diesem Umfeld bewährt sich das auf Kontinuität, Kundennähe und breite regionale Verankerung ausgerichtete Geschäftsmodell der Kantonalbanken. Die 24 Institute bauen ihr Geschäftsvolumen weiter aus und entwickeln sich über alle zentralen Ertragspfeiler positiv.
Breit abgestütztes Ertragswachstum
Das Zinsgeschäft bleibt mit einem Anteil von 59,4 Prozent am Geschäftsertrag der wichtigste Ertragspfeiler der Kantonalbanken. Gegenüber der Vorjahresperiode steigt der kumulierte Netto-Erfolg um 2,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Franken. Das Wachstum im Kundengeschäft und eine aktive Bilanzbewirtschaftung stützen die Ertragskraft der Kantonalbanken auch im aktuellen Marktumfeld.
Beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nimmt der Erfolg um 10,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken zu. Sein Anteil am Geschäftsertrag steigt von 27,1 auf 27,9 Prozent. Die Entwicklung spiegelt die wachsende Nachfrage nach Anlage-, Vorsorge-, Beratungs- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen wider. Gleichzeitig ist sie das Resultat der von einer Mehrzahl der Kantonalbanken angestrebten Diversifizierung ihrer Ertragsbasis.
Positiv entwickelt sich ebenfalls der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option. Er steigt um 3,3 Prozent auf 629,7 Millionen Franken. Insgesamt erhöht sich der kumulierte Geschäftsertrag der 24 Kantonalbanken um 5,0 Prozent auf 6,1 Milliarden Franken.
Verantwortungsvolles Wachstum im Kundengeschäft
Die Kantonalbanken bauen ihr Geschäftsvolumen im ersten Halbjahr 2026 weiter aus. Die kumulierte Bilanzsumme steigt seit Jahresbeginn um 2,0 Prozent auf 855,6 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen nehmen um 1,5 Prozent auf 589,9 Milliarden Franken zu. Davon entfallen 527,8 Milliarden Franken auf Hypothekarforderungen, was einer Zunahme von 1,3 Prozent entspricht. Die übrigen Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden erhöhen sich um 3,0 Prozent auf 62,1 Milliarden Franken.
Die Kundengelder steigen gegenüber Ende 2025 um 1,0 Prozent auf 496,9 Milliarden Franken. Sie decken die Kundenausleihungen zu 84,2 Prozent. Das ausgewogene Wachstum bei Ausleihungen und Kundengeldern unterstreicht die starke Verankerung der Kantonalbanken im klassischen, kundennahen Bankgeschäft.
Höhere Effizienz und Semestergewinn von 2,3 Milliarden Franken
Der kumulierte Geschäftsaufwand der 24 Institute nimmt im ersten Halbjahr 2026 um 2,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken zu. Der Personalaufwand steigt um 3,3 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken, der Sachaufwand um 2,0 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken. Da der Geschäftsertrag stärker wächst als der Aufwand, verbessert sich die Cost-Income-Ratio von 51,5 auf 50,4 Prozent. Damit weisen die Kantonalbanken eine hohe betriebliche Effizienz aus.
Aus dem operativen Geschäft resultiert ein Geschäftserfolg von 2,8 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 10,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Der kumulierte Gewinn der 24 Kantonalbanken steigt um 5,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken. Damit bestätigen die Kantonalbanken ihre Ertragskraft und Widerstandsfähigkeit auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen.